Dispo und Kreditkarten-Teilzahlung gehören zu den teuersten Krediten überhaupt. Immer den effektiven Jahreszins vergleichen, nicht die Monatsrate. Umschulden kann sich lohnen – aber nur, wenn du danach den Dispo nicht wieder füllst.
Der Dispo: bequem und teuer
Der ist der Kredit, den du nicht beantragen musst: Dein Konto darf einfach ins Minus. Genau das macht ihn so gefährlich. Dispozinsen liegen oft über 10 % pro Jahr. Wer dauerhaft 2.000 € im Minus ist, zahlt dafür leicht über 200 € im Jahr – für nichts.
Der Dispo ist ein Notfallschirm, keine Verlängerung deines Gehalts. Wer regelmäßig im Minus landet, hat ein -Problem – kein Kontoproblem.
Kreditkarten mit Teilzahlung
Echte Kreditkarten buchen den Monatsbetrag komplett vom Konto ab. Viele Karten sind aber „Revolving“-Karten: Du zahlst nur einen kleinen Teil zurück, der Rest wird mit hohen Zinsen weiterfinanziert. Das ist bequem – und eine der teuersten Arten, Schulden zu machen. Stelle bei jeder Kreditkarte die Vollzahlung ein.
Ratenkredit: worauf du achten musst
- : Enthält alle Kosten. Nur so kannst du Angebote vergleichen.
- Bonitätsabhängige Zinsen: Der beworbene „ab“-Zins gilt oft nur für wenige Kunden.
- : Wird gern mitverkauft, ist oft teuer und selten sinnvoll. Sie ist freiwillig.
- : Gut, wenn du jederzeit kostenlos mehr zurückzahlen darfst.
Rechne jedes Angebot im Kreditrechner durch und schau dir die Gesamtkosten an.
Wann sich Umschulden lohnt
Wenn du mehrere teure Schulden hast (Dispo, Kreditkarte, Ratenkäufe), kann ein günstigerer sie ablösen. Du hast dann eine Rate, einen Zins und ein Enddatum. Das funktioniert aber nur, wenn du danach den Dispo nicht wieder füllst. Am besten lässt du dir den Dispo-Rahmen nach der Umschuldung senken.
Wenn es zu viel wird
Wenn Mahnungen kommen, du Rechnungen nicht mehr öffnest oder nicht mehr schlafen kannst: Wende dich an eine kostenlose (z. B. bei Verbraucherzentralen, Caritas, Diakonie, AWO oder der Kommune). Vorsicht vor kommerziellen „Schuldenhelfern“, die Vorkasse verlangen.
Vor deiner Entscheidung
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Stand: November 2026. Gesetzliche Werte werden regelmäßig angepasst – maßgeblich sind die offiziellen Stellen.
- Verbraucherzentrale: Schulden & Insolvenz
- Schuldnerberatung finden (meine-schulden.de)
- SCHUFA: Selbstauskunft
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